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Auslandssemester in Tokyo, Japan

Top Artikel zum Thema Praktika & Arbeiten im Ausland 2017

Dieser Artikel wurde von www.stellenonline.de als Top Blog-Posts über das Thema "Arbeiten & Praktika im Ausland" 2017 ausgezeichnet.


Erfahrungsbericht von Andreas R.

こんにちわ!(Konnichiwa!) Während meines Masterstudiums an der Leibniz Universität Hannover hatte ich die Chance ein Semester lang an einer Partneruniversität in Japan zu studieren. Ich ging dafür von März bis August 2016 an das Tokyo Institute of Technology in Tokyo und habe am Young Scientist Exchange Program (YSEP) teilgenommen.

Vorbereitung

Bevor ich in das Auslandssemester starten konnte, musste ich natürlich zuerst alle Formalitäten erledigen. Meine Planung begann gut ein Jahr vor dem Aufenthalt. Für die Bewerbung benötigte ich neben den üblichen Dokumenten wie Zeugnisse, Lebenslauf etc. auch ein Referenzschreiben eines Professors und den TOEFL-Test, um meine Englischkenntnisse zu bescheinigen. Nachdem ich die Zusage aus Hannover bekommen hatte, ging der Rest eigentlich ganz schnell. Die Organisation und Kommunikation mit der japanischen Universität war sehr unkompliziert und nachdem ich das Visum hatte konnte es schon losgehen.

Unterkunft

Ich wohnte in einem Studentenwohnheim für männliche internationale Studenten. Es war sehr sauber, gut ausgestattet und in der Nähe einer Bahnhaltestellt. Ich hatte mein eigenes kleines Zimmer und teilte mir die Küche und das Bad mit anderen Studenten. Die Mehrheit der ausländischen Studenten kam aus Asien (Thailand, Vietnam, Indonesien, Singapur). Dadurch gab es immer interessante Gespräche und ich hatte den kulturellen Austausch sozusagen nicht nur mit den Japanern, sondern auch mit anderen Asiaten.

Studium

Ich habe an dem Young Scientist Exchange Program (YSEP) teilgenommen. In diesem Programm sind ein kleines Forschungsprojekt und verschiedene Vorlesungen vorgesehen. Daneben kann man nach Belieben weitere Vorlesungen belegen. Für das Forschungsprojekt wird man einem Labor zugeteilt, in dem man seine Arbeit erledigt. Für die japanischen Studenten ist es üblich, dass man einem Labor zugehört und dort viel Zeit mit dem eigenen Forschungsthema verbringt. Ich hatte mich für das Labor von Professor Shinno entschieden, welcher sich mit der Präzisionsbearbeitung beschäftigt. Dort habe ich ein Projekt bearbeitet, dass Teil der Forschungsarbeiten eines Doktoranden war.

Dabei handelte es sich um einen Prototypen einer Werkzeugmaschinenspindel, die sich mithilfe eines magnetostriktiven Materials im Nanometerbereich auslenken ließ. Die vorgesehenen Kurse in dem YSEP Programm waren auf Englisch und unterrichteten über die japanische Kultur, Geschichte und Wirtschaft. Daneben habe ich noch einen japanischen Sprachkurs und Kurse für mein Maschinenbaustudium belegt. Der Uni-Alltag ist nicht viel anders als in Deutschland. Die Organisation und Bürokratie ist ähnlich, sodass ich mich schnell zurechtgefunden habe. Jeder Austauschstudent bekommt auch einen „Tutor“ aus dem Labor an die Seite, an den man sich bei allen Problemen wenden kann und der einem beim Einstieg sehr gut hilft. Durch die gute Organisation und die Unterstützung durch das YSEP-Team war es für mich auch kein Problem das Semester gut abzuschließen und in mein Studium an der Leibniz Universität Hannover einzugliedern. Da Professor Shinno sehr guten Kontakt zur Industrie pflegt, hatte ich auch die Möglichkeit verschiedene Firmen zu besichtigen. Zusammen mit Ihm habe ich die Werkzeugmaschinenhersteller Makino und Okuma besucht. Und mit den japanischen Studenten aus dem Labor bin ich auf die Hausmesse von Toshiba Machine Tools gefahren. Dadurch habe ich einen sehr guten Einblick in die japanische Werkzeugmaschinenbranche bekommen.

Fazit

Während dieses Auslandssemesters konnte ich sehr viel lernen, habe interessante Dinge gesehen und erlebt und viele tolle Menschen kennengelernt. Diese vielen verschiedenen Eindrücke haben meinen Aufenthalt zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht. Dazu gehört vor allem die Erfahrung in einem so tollen und andersartigen Land mit einer komplett anderen Kultur gelebt zu haben. Abgesehen von den Menschen und Freunden die ich kennengelernt habe sind das Essen und die Natur meine größten Highlights in Japan. Ich kann jedem, der die Chance hat, nur empfehlen dieses schöne Land einmal zu besuchen und in die japanische Kultur einzutauchen.

Veröffentlicht am: 03.11.2017

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